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Tauchschein machen: Voraussetzungen, Ablauf, Kosten
Du möchtest einen Tauchschein machen? Hier erfährst du, welche Voraussetzungen du brauchst, wie der Kurs abläuft, wie lange er dauert und mit welchen Kosten du rechnen solltest.
Wenn du regelmäßig tauchen willst, führt an einem Tauchschein kaum ein Weg vorbei. Er ist die Grundlage dafür, dass du an Tauchbasen weltweit an regulären Tauchgängen teilnehmen und später weitere Ausbildungsstufen aufbauen kannst.
Dieser Artikel richtet sich an alle, die konkret überlegen, einen Tauchschein zu machen. Wenn du erst einmal allgemein wissen willst, wie der Einstieg ins Tauchen aussieht und ob ein erster Kurs überhaupt zu dir passt, ist dieser Beitrag der bessere Start: Tauchen anfangen: Was du vor dem ersten Tauchkurs wirklich wissen musst.
Welche Voraussetzungen brauchst du für den Tauchschein?
Für einen Einsteigerkurs wie den Open Water Diver brauchst du keine Taucherfahrung. Entscheidend ist, dass du schwimmen kannst, dich im Wasser halbwegs sicher fühlst und gesundheitlich grundsätzlich für das Tauchen geeignet bist.
Typische Voraussetzungen sind:
- Mindestalter, abhängig von Organisation und Kursstufe.
- Schwimmfähigkeit.
- Medizinischer Fragebogen vor Kursbeginn.
- Bereitschaft, Theorie und Praxis ernsthaft zu lernen.
Wenn du Vorerkrankungen hast oder regelmäßig Medikamente nimmst, kann vor dem Kurs ein ärztliches Attest erforderlich sein. Das klärst du am besten direkt mit der Tauchschule.
Wie läuft ein Tauchschein-Kurs ab?
Ein klassischer Open-Water-Kurs besteht aus drei Bausteinen:
- Theorie: Grundlagen zu Ausrüstung, Druck, Atmung, Tarierung, Sicherheit und Notfallsituationen.
- Pool oder begrenztes Freiwasser: Hier übst du die wichtigsten Fertigkeiten in ruhiger Umgebung.
- Freiwassertauchgänge: Danach setzt du das Gelernte im See oder Meer unter realen Bedingungen um.
Genau dieser Aufbau sorgt dafür, dass du nicht überfordert wirst. Wenn du erst einmal nur testen willst, ob Tauchen grundsätzlich etwas für dich ist, kann vor dem Kurs auch ein Schnuppertauchgang sinnvoll sein.
Wie lange dauert der Kurs?
Ein Einsteigerkurs dauert meist zwischen drei und fünf Tagen. Das hängt davon ab, wie die Tauchschule Theorie, Pooltraining und Freiwasser organisiert.
Viele Anbieter ermöglichen inzwischen eine Online-Theorie vorab. Dadurch wird der Praxisteil vor Ort kompakter, was besonders im Urlaub interessant ist.
Was kostet ein Tauchschein?
Die Kosten hängen vom Land, der Tauchschule, der Organisation und dem Leistungsumfang ab. In Deutschland sind Einsteigerkurse häufig etwas teurer als in klassischen Urlaubszielen.
Typische Preisbereiche sehen ungefähr so aus:
| Kurs | Deutschland | Urlaub |
|---|---|---|
| Open Water Diver | 250 € bis 500 € | 200 € bis 350 € |
| Advanced Open Water Diver | 300 € bis 500 € | 200 € bis 400 € |
| Rescue Diver | 300 € bis 500 € | 250 € bis 450 € |
Wenn du das Thema vertiefen willst, findest du hier einen eigenen Kostenartikel: Tauchschein Kosten — was musst du wirklich einplanen?.
Was ist im Preis enthalten?
Nicht jeder Kurs enthält automatisch alle Leistungen. Manche Tauchschulen berechnen Lehrmaterial, Zertifizierung oder Leihausrüstung separat.
Achte deshalb immer auf diese Punkte:
- Theorieunterlagen oder Onlinezugang.
- Pool- und Freiwassertauchgänge.
- Leihausrüstung.
- Brevetierungsgebühr.
- Eventuelle Zusatzkosten für Attest, Logbuch oder Transfers.
Nicht der günstigste Preis ist automatisch das beste Angebot. Entscheidender ist, was am Ende wirklich enthalten ist.
Welche Ausrüstung brauchst du für den Kurs?
Für den Tauchschein musst du in der Regel noch keine komplette eigene Ausrüstung kaufen. Flasche, Blei und oft auch die restliche Leihausrüstung bekommst du über die Tauchschule.
Wenn du langfristig dabei bleiben willst, ist die eigene ABC-Ausrüstung oft der sinnvollste Anfang. Mehr dazu findest du hier: Erste Tauchausrüstung für Anfänger — die wichtigsten Kauftipps.
Welche Organisation ist die richtige?
PADI, SSI und CMAS sind die bekanntesten Ausbildungsorganisationen. Für Anfänger sind alle grundsätzlich geeignet, weil ihre Brevets international anerkannt sind.
Wichtiger als das Logo ist oft die Qualität der Tauchschule, die Gruppengröße und wie gut dir das Lernkonzept liegt. Einen ausführlichen Vergleich findest du hier: PADI vs. SSI vs. CMAS — welcher Tauchschein passt zu dir?.
Deutschland oder Urlaub?
Beides kann sinnvoll sein. In Deutschland profitierst du oft von mehr Ruhe und besserer Planbarkeit. Im Urlaub locken dafür meist angenehmere Bedingungen und die direkte Belohnung durch schöne Tauchplätze.
Viele Einsteiger kombinieren beides: Theorie und Pool zu Hause, Freiwasser im Urlaub. Einen genaueren Überblick dazu gibt es hier: Tauchen im Urlaub lernen — Vor- und Nachteile.
Für wen lohnt sich der Tauchschein?
Ein Tauchschein lohnt sich für alle, die nicht nur einmal kurz reinschnuppern wollen, sondern das Tauchen als Hobby ernsthaft ausprobieren möchten. Er ist der normale Einstieg in selbstständigeres Sporttauchen.
Wenn du noch unsicher bist, fang lieber erst mit einem Schnuppertauchgang oder mit diesem Einstiegsartikel an: Tauchen anfangen: Was du vor dem ersten Tauchkurs wirklich wissen musst.
Dein nächster Schritt
Vergleiche am besten mehrere Tauchschulen und frage immer nach dem Gesamtpreis, der Gruppengröße und dem genauen Leistungsumfang. So merkst du schnell, welches Angebot nicht nur günstig wirkt, sondern wirklich zu dir passt.
Wenn du schon weißt, dass du tauchen lernen willst, ist der Open Water Diver in den meisten Fällen der richtige erste Kurs.
Mehr zum Thema Einstieg:
- Tauchen lernen: Der komplette Einstiegsguide für Anfänger
- Tauchen anfangen: Was du vor dem ersten Tauchkurs wirklich wissen musst
- Tauchschein Kosten — was musst du wirklich einplanen?
- Erste Tauchausrüstung für Anfänger — die wichtigsten Kauftipps
- PADI vs. SSI vs. CMAS — welcher Tauchschein passt zu dir?
- Tauchen im Urlaub lernen — Vor- und Nachteile